Wirtschaftsclub Karlsruhe zeichnet ab diesem Jahr besondere Unternehmenskonzepte aus

 

‚Preis des Wirtschaftsclub Karlsruhe‘ ging an ‚Software-Spezialisten der Energiewende‘

 

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde am 24. Oktober zum ersten Mal der ‚Preis des Wirtschaftsclub Karlsruhe‘ vergeben. Die Auszeichnung ging an das Software-Unternehmen Seven2one Informationssysteme GmbH, namentlich Dr. Christoph Schlenzig, den Unternehmensgründer, heutigen Geschäftsführer und Hauptgesellschafter. Als Gastredner und Laudator hat der Wirtschaftsclub den bekannten Journalist und Buchautor Dr. Franz Alt gewinnen können. Mit seinen Vorträgen begeisterte er die Gäste im voll besetzten Veranstaltungssaal.

 

Über hundert Gäste kamen am vergangenen Donnerstagabend zur Preisverleihung des Wirtschaftsclubs in den Färbersaal beim Kesselhaus in Karlsruhe. Festlich eingedeckt saß man an runden Tischen und erwartete nach einem Rahmenprogramm aus Kulinarik und Vortrag gespannt die Bekanntgabe des Preisträgers.

Die Auszeichnung ging an den Software­hersteller Seven2one. In seiner Laudatio würdigte Dr. Franz Alt die Idee und Ausrichtung des „Software-Spezialisten für die Energiewende“. Das Unternehmen entwickelt individuelle Lösungen für Energie­versorger, Energiedienstleister und die energieintensive Industrie zum intelligenten Energiesparen. Ziel ist, Energie in Echtzeit zu planen und zu steuern und daraus entsprechendes Handeln abzuleiten. Damit leiste Seven2one einen wichtigen Beitrag zur anstehenden Energiewende, die angesichts des dramatischen Klimawandels Dreh- und Angel­punkt ist, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den weltweiten Temperatur­anstieg zu begrenzen, fasste Alt zusammen.

Nicht nur hielt er vor der Laudatio als Autor von zahlreichen Büchern zum Thema Ökologie und Ethik ein flammendes Plädoyer für die Energiewende, die es als Chance wahrzunehmen gilt. Dabei wies er immer wieder darauf hin, dass die Natur selbst genug Energie bereithält – die Sonne etwa liefert uns 15.000 Mal mehr Energie als die Menschen verbrauchen – wir müssen sie lediglich mit unserer Technik nutzbar machen. Dazu sei es natürlich erforderlich, das „Brett vor unserem Kopf“ wegzunehmen und den „homo Dummkopf“ hinter uns zu lassen. Denn die Probleme seien lösbar, nur haben wir nicht unendlich Zeit dafür. Die Aufgabe liegt unter anderem darin, auf hundert Prozent regenerative Energie umzustellen, ist der ehemalige Fernsehjournalist und -moderator sicher.

Dazu braucht es kluge Köpfe, die intelligente Systeme entwickeln, eben solche wie Christoph Schlenzig und sein Team. Die Leistungen des Karlsruher Unternehmens hat auch die Jury überzeugt, die den Software-Spezialisten als Preisträger mit folgender Begründung ausgewählt hat: "Seven2one leistet auf regionaler und nationaler Ebene einen herausragenden Beitrag für das Gelingen der Energiewende und damit für den Klimaschutz als einem der drängendsten Herausforderungen der Menschheit.“ Imponiert hat der Jury aber auch das Engagement des promovierten Physikers in zahlreichen Initiativen und Netzwerken, wo sich das Unternehmen mit innovativen Vorschlägen, zum Beispiel der Gestaltung von smarten Quartieren oder auch dem Ausbau von Photovoltaik in urbanen Gebieten einbringt.

Christoph Schlenzig zeigte sich gerührt über die Auszeichnung. Er fühle sich geehrt und freue sich, dass die erstmalige Vergabe des ‚Preis des Wirtschaftsclub Karlsruhe‘ gerade an sein Unternehmen gehe, sagte er und umriss die Motivation für sein Tun zunächst in drei Sätzen: „Ich bin Physiker, ich bin Ingenieur, ich liebe Systeme, Komplexität und die Ingenieurskunst und am liebsten alles zusammen, und das ist die Energiewende. Was ich ebenfalls liebe ist, viele schlaue Menschen zusammenzubringen, die gemeinsam tolle Lösungen entwickeln. Das ist mir bei Seven2one gelungen und dafür danke ich meinem Team.“ Er erwähnte aber auch, dass es ein wichtiger Bestandteil der Energiewende ist, viele verschiedene Unternehmen und Akteure zusammenzubringen – nicht zuletzt natürlich die Menschen – weshalb die Energiewende nicht so schnell voran geht, wie man sich das wünschen würde. Aber er sei zuversichtlich, dass wir als Gesellschaft die Aufgabe meistern werden. Ihm gefalle die Herausforderung, die Menschen zu überzeugen, etwas Vernünftiges zu tun, und er sei zutiefst davon überzeugt, dass die Energiewende etwas Vernünftiges ist. Hinzu komme, dass die Energiewende Mittelstandsförderung bedeute, denn der größte Teil der Wertschöpfung findet beim Mittelstand und im Handwerk statt – das werde gerne vergessen, so Schlenzig. Damit bestätigte er auch die Aussage von Franz Alt: „Die Energiewende ist kein Jobkiller, sondern ein Jobknüller.“

Der Wirtschaftsclub überreichte Christoph Schlenzig den Preis, eine eiförmige Skulptur, mit der die Majolika beauftragt war. Der Künstler Fabian Schmid hat sie entworfen, hergestellt wurde sie im 3D-Druckverfahren. „Das Ei“ symbolisiert die Entstehung des Neuen. Damit würdigt der ‚Preis des Wirtschaftsclub Karlsruhe‘ „mutige und innovative Unternehmen, die sich entschieden haben, ihren Visionen zu folgen, Vorhandenes zu verbessern und Neues zu entwickeln“, wie es Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der als Schirmherr des neuen Preises gewonnen werden konnte, in seinem Grußwort formuliert hat.

Mit der Auslobung dieses Preises für ein zukunftsweisendes Unternehmen, das in besonderer Art und Weise gesellschaftliche, soziale oder ökologische Verantwortung übernimmt, will der Wirtschaftsclub Karlsruhe ein Zeichen der Wertschätzung setzen und sein Wirken in der Technologie-Region Karlsruhe unterstreichen. Haupt­sponsoren sind die Sparkasse Karlsruhe, Vollack, Bechtle, SK Vermögensverwaltung und 4LVision. Der Preis soll jedes Jahr verliehen und in Form der immer wiederkehrenden Skulptur vergeben werden.

 

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Über den Wirtschaftsclub Karlsruhe

Seit fast 40 Jahren treffen sich im Wirtschaftsclub Karlsruhe Entscheider in Führungsverantwortung aus Wirtschaft und Politik. Die TechnologieRegion Karlsruhe ist Tätigkeits- und Lebensmittelpunkt der Clubmitglieder. Die Mitglieder des parteipolitisch und wirtschaftlich unabhängigen Wirtschaftsclub Karlsruhe eint die Überzeugung, dass eine demokratische und freie Gesellschaft auf einem transparenten, fairen und enkelfähigen Wirtschaftssystem basiert. Durch Gespräche im kleinen wie im großen Kreis, Betriebsbesichtigungen sowie den ab 2019 jährlich zu vergebenen „Preis des Wirtschaftsclub Karlsruhe“ möchte der Club aus dieser Überzeugung heraus wertvolle Impulse für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft der Region geben.

 

 

 

Preisträger Dr. Christoph Schlenzig von Seven2One (2.v.l.) mit den Initiatoren des neuen ‚Preis des Wirtschaftsclub Karlsruhe‘ Rainer Freitag und Ralph Suikat, sowie dem derzeitigen Sprecher des Wirtschaftsclubs, Thorsten Heftrich (rechts). (Foto: Wirtschaftsclub Karlsruhe - Andreas Drollinger)

Weitere Informationen unter: www.wirtschaftsclub-karlsruhe.de

 

Dipl.-Ing. (FH) Susanne Jacob-Freitag

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